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Müll richtig trennen: Gelbe Tonne / Gelber Sack

auf May 20, 2020

Knapp 30 Jahre nach Einführung des Gelben Sacks hat sich die Mülltrennung in Deutschland im Grunde gut etabliert. 

 

Die Gelbe Tonne bzw. der Gelbe Sack sind Teil des Dualen Systems der deutschen Abfallwirtschaft und dienen der Entsorgung von Verkaufsverpackungen, die meist mit dem „Grünen Punkt“ gekennzeichnet sind. 

 

Welche Abfälle nun tatsächlich in der gelben Tonne landen sollen wollen wir in diesem Artikel genau erläutern.

Der Grüne-Punkt-Mythos

Auch heutzutage glauben manche Menschen, dass nur jene Produkte in den gelben Sack dürfen, die einen Grünen Punkt haben.

Dieser Mythos stammt noch aus den Neunziger Jahren als das Unternehmen Der Grüne Punkt Verpackungen für andere Firmen sammelte um sie gemäß der gesetzlichen Verpflichtung zurück zu nehmen.

 

Da seit dem Jahre 2009 aber alle Firmen verpflichtet sind, sich am dualen System zu beteiligen, dürfen auch Verpackungen ohne grünen Punkt in den gelben Sack.

 

Duales System bedeutet übrigens, dass neben dem öffentlich-rechtlichen, auch noch ein zweites System der Abfallentsorgung besteht. Eben der von Handel und Industrie gegründete Grüne Punkt.  

 

Momentan gibt es in Deutschland 9 duale Systeme. Sie alle nutzen die Gelbe Tonne/ die Gelben Säcke, die Altglascontainer und Papiertonnen zur Sammlung gebrauchter Verkaufsverpackungen.

 

Dass die Abfallverwertung mit dem grünen Punkt Sinn macht, sieht man sehr gut an den Zahlen.

 

2017 konnten 1,8 Millionen Tonnen Abfälle verwertet oder recycelt werden. Das wiederum bedeutet dass durch Wertstoffrecycling 1,1 Millionen Tonnen weniger Emissionen in die produziert wurden.

 

Die gelbe Tonne ist für Verpackungen, nicht aber für Produkte

Als Faustregel zu merken ist, dass man in die gelbe Tonne nur Verpackungsmaterialien und keine alten Produkte (z.B. gebrauchte Zahnbürste) hineinwerfen soll. 

 

Dazu gehören Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Styropor und sogenannten „Verbundmaterialien“ – das sind Gemische aus Papier, Kunststoff und Aluminium.

Grundsätzlich sollten Verkaufsverpackungen „löffelrein, also sauber und ohne Inhaltsreste im Gelben Sack bzw. in der Gelben Tonne entsorgt werden, um das spätere Recycling zu erleichtern. 

 

Entgegen dem weit verbreiteten Glauben müssen sie aber nicht extra mit Wasser gereinigt werden. Bevor Plastikverpackungen und andere Materialien aufbereitet werden, werden diese in maschinellen Reinigungsverfahren nochmal gewaschen. 

 

Das reicht und gilt auch für alle anderen Verpackungen, die im Müll landen – das Waschen wäre deshalb reine Zeit- und Wasserverschwendung. 

 

Welche Abfälle gehören in die Gelbe Tonne bzw. in den Gelben Sack?

Grundsätzlich darf alles, was im Laden an Verpackungen über die Theke geht ,in den gelben Sack. 

 

In der Gelben Tonne / im Gelben Sack entsorgt ihr z.B. folgende Materialien:

  1. Plastikverpackungsmaterialien mit dem „grünen Punkt“
  2. Dosen, Konserven und leere Spraydosen aus Blech
  3. Plastikflaschen von Körperpflegeprodukten, Wasch- und Spülmitteln
  4. Becher von Milchprodukten, Desserts & Margarine
  5. Tetrapack-Kartons von Getränken
  6. Plastikfolie & Alufolie/-deckel/-schalen
  7. Geschäumte Kunststoffe, z.B. Schalen für Obst und Gemüse
  8. Einweggeschirr und -besteck aus Kunststoff
  9. Schaumstoffverpackungen
  10. Kunststofftaschen & -verschlüsse

 

Welche Abfälle gehören nicht in die Gelbe Tonne / in den Gelben Sack?

 

  1. Hartplastikgegenstände wie Babywannen, Eimer, Blumenkästen etc.
  2. Kinderspielzeug wie Legosteine, Sandkastenförmchen etc.
  3. Staubsaugerbeutel
  4. Medikamente und Spritzen
  5. Glas
  6. Batterien
  7. Töpfe und alte Küchengeräte aller Art
  8. Nylonstrumpfhosen

 

Etwas komplizierter hingegen ist die Entsorgung von Styropor. Hier richtet sich die Entsorgung nicht nach chemischer Zusammensetzung, Größe oder Aussehen, sondern nach der jeweiligen Verwendungsart. 

 

So kann Styropor entweder zur Kategorie der Transport-, oder aber der Verkaufsverpackungen gehören. Transportverpackungen sind Verpackungen, die den Transport von Waren erleichtern, die Waren auf dem Transport vor Schäden bewahren oder die aus Gründen der Sicherheit des Transports verwendet werden und beim Vertreiber/Händler/Betrieb anfallen. 

 

Diese Art von Styropor darf nicht in der Gelben Tonne entsorgt werden. Verkaufsverpackungen hingegeben sind dagegen alle Styroporverpackungen, die beim privaten Endverbraucher anfallen. Diese dürfen sehr wohl in der Gelben Tonne bzw. im Gelben Sack entsorgt werden. 

 

Wo bekommt man Gelbe Säcke her?

Gelbe Säcke können ganz bequem in großer Stückzahl online bestellt werden; es gibt allerdings auch die Möglichkeit, sie kostenlos zu bekommen. 

 

Mit jedem Einkauf in einem Supermarkt "bezahlt" nämlich der Endverbraucher für diese Säcke mit. 

 

Da in Deutschland jeder Hersteller, der Verpackungen in Umlauf bringt, durch die Verpackungsverordnung verpflichtet ist, sich auch um deren Entsorgung zu kümmern, beteiligen sie sich an einem der 10 unterschiedlichen dualen Systeme der Abfallwirtschaft und übertragen somit die Pflicht an die jeweiligen Recyclingunternehmen - das kostet natürlich Geld. 

 

Deshalb sind im Supermarkt in den Preisen für die meisten verpackten Produkte bereits die Kosten für das Recycling enthalten.

 

Wo genau man die Gelben Säcke kostenlos bekommen kann ist jedoch je nach Stadt und Kommune teilweise sehr unterschiedlich, da es hierzu keine allgemein verpflichtende Regelung gibt. 

 

In einigen Orten sind sie im Rathaus oder in Supermärkten erhältlich, in anderen Orten werden sie sogar einmal im Jahr von der örtlichen Jugendfeuerwehr ausgeliefert. Wer Glück hat und am Abholtag die Müllabfuhr erwischt, kann auch die Müllentsorger nach Gelben Säcken fragen.

 

Wer kostenlose Säcke haben möchte, kann an in der Regel bei folgenden Stellen nachfragen:

  1. Im Rathaus
  2. Regionaler Abfallentsorger
  3. Direkt bei den Müllmännern und -frauen
  4. Supermarkt an der Kasse
  5. Kiosk
  6. Schreibwarenladen
  7. Apotheke
  8. Poststelle

 

Wichtig: Bitte beachten Sie, dass für den Verpackungsmüll unbedingt die zugelassenen Gelben Säcke verwendet werden. Normale Müllsäcke, die eine gelbe Farbe haben und nicht transparent sind, reichen nicht aus. Sie werden in der Regel am Abholtag von den Müllentsorgern nicht mitgenommen, sondern an Ort und Stelle liegen gelassen.

 

Was passiert mit dem Verpackungsabfall?

Zunächst werden die Gelben Säcke und der Inhalt der Gelben Tonnen in Sortieranlagen gebracht. Dort wird mit Hilfe verschiedener physikalischer Verfahren (z.B. Magnet, Siebtrommel) nach Art des Materials sortiert. 

 

Metallhaltige Abfälle können leicht recycelt werden. So lag die Recyclingquote von Weißblech im Jahr 2014 beispielsweise bei 93,3%, also extrem hoch.

 

Recycling beginnt bei der Produktion

Je nach Zusammensetzung kann eine Verpackung besser recycelt werden oder landet sogar in einer Müllverbrennungsanlage. Recycling beginnt somit schon bevor das Produkt überhaupt in den Handel kommt - nämlich in der Produktion.

 

Kunststoffe können nicht einheitlich recycelt werden, da sie teilweise sehr unterschiedlich in ihrer Zusammensetzung sind. Daher muss man Kunststoffe zunächst nach Typ trennen (PET, PE, PS, PP,) und sortenrein sammeln.

 

Im Anschluss reinigt man die jeweiligen Kunststoffmaterialien und führt sie als Schnipsel oder Granulat dem weiteren Recyclingprozess zu.  

 

Recyclingquote

Aktuelle Recyclingquoten sind im Verpackungsgesetz, welches im Januar 2019 novelliert wurde, vorgeschrieben. Bis zum Jahre 2022  sollen beispielsweise die Recyclingquoten von Kunststoffverpackungen auf 63 Prozent und von Metallen, Glas und Papier sogar auf 90 Prozent erhöht werden. 

 

Zum Vergleich: 2018 wurden 42 Prozent der Kunststoffverpackungen recycelt.

 

Keine Mülltrennung... Kein Recycling

Nur Materialien die ordnungsgemäß getrennt werden, können auch wieder recycelt werden.

Recycling spart Energie und Rohstoffe. Dadurch schützen wir unsere Natur und unsere Umwelt. 

 

Daher sollte bereits frühzeitig mit richtiger Mülltrennung begonnen werden. 

Gerade in Betrieben oder öffentlichen Institutionen kann mit durchdachten Wertstoffsammlern für den Innenbereich oder den Außenbereich viel zum aktiven Umweltschutz beigetragen werden.


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Manchmal reicht aber auch schon ein einfacher und preiswerter Mülleimer für zuhause, um Wertstoffe vorab zu trennen und das eigene Bewusstsein für Mülltrennung zu schärfen.

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