Müll richtig trennen

Die Deutschen gelten als die Weltmeister der Mülltrennung - doch welche Abfälle gehören denn nun in die Restmülltonne, und welche in den gelben Sack? Und was ist eigentlich mit den Dosen, wie entsorge ich die richtig? In unserer neuen Artikelreihe „Umweltschutz beginnt bei dir!“ bringen wir Klarheit ins Dunkel der richtigen Mülltrennung.

Müll richtig trennen

Im Jahr 1991 wurde der Umgang mit dem Müll in Deutschland mit dem Erlass der sogenannten „Verpackungsverordnung“ erstmals neu organisiert. Seit diesem Zeitpunkt ist auch die Mülltrennung Pflicht. Grundsätzlich unterscheidet man hier zwei unterschiedliche Methoden: Einerseits das Sortieren des Mülls durch dessen Verursacher, also z.B. Privathaushalte und Gewerbebetriebe, und andererseits das nachträgliche Sortieren in Müllsortierungsanlagen, auch „Splitting“ genannt.

 

Grundsätzlich dienen aber beide Methoden demselben Ziel: der Trennung wiederverwertbarer Wertstoffe von den übrigen Abfällen und damit der Vorbereitung eines späteren Recyclings. Je sortenreiner der Abfall, desto einfacher kann er später als Sekundärrohstoff einer weiteren Verwertung zugeführt oder aber sortengerecht entsorgt werden, z.B. als Restmüll, Bauschutt oder Sondermüll.

 

In Deutschland werden unterschiedliche Systeme angeboten, um Verbrauchern die Mülltrennung zu erleichtern. Dazu gehört die Bereitstellung verschiedenfarbiger Abfalltonnen und -säcke sowie deren regelmäßige Abholung und Leerung, die zentrale Platzierung von Recyclingcontainern z.B. für Altglas oder Altkleider sowie die größtenteils kostenlose Rücknahme spezieller Abfälle durch Wertstoff- und Recyclinghöfe. Einige Wertstoffe können kostenlos entsorgt werden, da ihre Wiederverwertung für den Entsorger kostendeckend ist. Andere Entsorgungskosten werden durch Abfallgebühren der Kommunen, die Grundsteuer oder aber Abgaben der Hersteller gedeckt.

 

In den meisten Kommunen werden folgende Wertstoffe getrennt:

· Altbatterien aller Art
· Altöl und Ölkanister
· Arzneimittel
· Bauschutt
· Einwegflaschen und -dosen
· Elektronikschrott
· Gartenabfall
· Glas
· Grünabfall, braune Tonne
· Kehricht
· Metallschrott
· Papier und Pappen, blaue Tonne
· Pfandflaschen
· Restmüll, graue Tonne oder schwarzer Sack
· Schadstoffsammlung
· Sperrmüll
· Textilien
· Verpackungsabfall, gelber Sack oder gelbe Tonne

 

Im Durchschnitt verursachen die Haushalte in Deutschland laut Statistischem Bundesamt rund 51,1 Millionen Tonnen Haushaltsabfälle pro Jahr. Ein Großteil davon sind Verpackungen und Plastik, für dessen Produktion Energie und Rohstoffe notwendig. Deshalb ist die Vermeidung von Verpackungsabfällen das oberste Ziel.

 

Wenn Müll schon nicht vermieden werden kann, sollten wir zumindest so viel davon wie möglich wiederverwerten. Durch das Recycling und Wiederverwerten von Wertstoffen wird die Umwelt entlastet und einer neuen Verwendung zugeführt – so kann jeder von uns ein Stück zum Schutz unserer Umwelt beitragen. Durch die Wiederverwertung kann eine schädliche Müllverbrennung vermieden werden. In speziellen Recyclingzentren werden Wertstoffe getrennt gesammelt. Gebrauchte Elektrogeräte werden hier von Fachleuten geprüft und sortiert. Einige können wiederinstandgesetzt oder zur Ersatzteilgewinnung verwendet werden, andere werden in Handarbeit demontiert um Schadstoffe von anderen Teilen zu trennen, die wiederverwertet werden können.

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